Romanticum Koblenz / studio klv
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Gestaltungskonzept

Die Metapher der romantischen Fahrt auf einem Rheindampfer dient als Hintergrund, vor dem die Themen in Szene gesetzt werden. Die Zeitreise durch die Romantik führt von ca. 1800 bis in die Gegenwart. Stilelemente aus dem historischen Dampfschiff-Bau und dem Biedermeier werden zitiert, ohne historisch-musealen Anspruch zu verfolgen. Die Szenografie spiegelt die romantische überlagerung von historischer und mythischer Wahrheit und lässt auch in den Gestaltungsmitteln permanent Geschichte und Gegenwart verschwimmen. Die großenteils bühnenmalerische Kulisse wird immer wieder durch druckgrafische und gebaute Zitate gebrochen.

Medien

Als Teil des historischen Settings ermögliche die Medienexponate eine spielerische Annäherung an die Inhalte mit modernsten Mitteln. Etliche Neuentwicklungen sorgen dabei für überraschende und nachhaltige Erlebnisse innerhalb der romantischen Ästhetik. Intuitive Handhabung und Zugänglichkeit der Medienexponate für alle Generationen ist dabei wesentlich.

Deck

Der Besucher tritt in die Helligkeit des Decks und hat sogleich den Blick auf die rechte Rheinuferseite, das "Rheintheater ". Hier werden die Mythen des sagenhaften Rheins lebendig. Die gestaffelte Kulisse einer Hügellandschaft ist im Stil kolorierter Stiche gestaltet, 10 Burgen erscheinen darin im Wechsel, ein Rheindampfer fährt auf und ab und passiert dabei den Loreleyfelsen, vor dem ein Fischer, betört vom Gesang, in den Fluten versinkt ... 24 Minuten dauert der Tag im Rheintheater, der durch die Dramaturgie der Ereignisse, das abwechslungsreiche Lichtspiel und den suggestiven 3D-Sound zum Erlebnis wird.
Von der Reling aus kann der Besucher die Gestalten des Rheintals selbst zum Leben erwecken. Mit zwei Burgenkameras kann er nicht nur Fakten zu den fokussierten Burgen abrufen, auch erzählen derer längst verblichene Eigentümer aus ihrer wechselvollen Geschichte. Mit einem Suchscheinwerfer werden Gestalten aus der Sagenwelt lebendig, und mit einer Flüstertüte kann das 7-fache Echo der Loreley hervorgerufen werden. Auf einer Staffelei kann der Besucher schließlich selbst seine ideale Burg entwerfen und mechanisch in der Kulisse entstehen lassen.

Der Steuerstand

Vom Steuerstand aus ist die Rheinfahrt aus der Perspektive eines Schiffsführers zu erleben. Ein dreiteiliges Filmpanorama erzeugt einen eindrucksvollen Ausblick auf den Flusslauf, mit typischen Verkehrssituationen und Witterungsverhältnissen.

Eine zentrale Position hat natürlich das Steuerrad. Das Steuerpult ist mit verschiedenen historischen Instrumenten zur Navigation ausgestattet.